Polizeieinsatz am Ludwigsparkstadion (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Zehntausende Einsatzstunden für Saar-Polizei bei Risikospielen

  23.09.2021 | 16:38 Uhr

Im Saarland hat die Polizei in den vergangenen Jahren Zehntausende Einsatzstunden für die Sicherung besonders riskanter Fußballspiele leisten müssen. Zwischen 2015 und 2020 fielen laut Innenministerium insgesamt 68.545 Einsatzstunden an.

Allein in der Saison 2020/21 fielen trotz der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie knapp 3000 Einsatzstunden an, teilte das Innenministerium auf SR-Anfrage mit. Zwei Drittel davon entfielen auf Spiele des 1. FC Saarbrücken (1944). Für Heimspiele der SV Elversberg waren es rund 616 Einsatzstunden, für Heimspiele des FC Homburg 381. 

Das Ministerium wies darauf hin, dass die Zuschauerzahl in der vergangenen Saison beim 1. FCS nicht nur durch die Pandemie, sondern auch durch die Sanierung des Ludwigparkstadions deutlich reduziert war. Ein Vergleich mit früheren Fußballsaisons sei daher nicht möglich.

Ampelmodell für Spiele

Das Ministerium betonte, die Einsätze bei Fußballspielen seien nötig, um dem Recht der Bürger auf staatlichen Schutz Rechnung zu tragen. Sie werden den Vereinen nicht in Rechnung gestellt. 

Das Innenministerium unterteilt im Saarland Fußballspiele nach einem Ampelmodell in drei Kategorien. Spiele, bei den Störungen zu erwarten sind und daher als besonders riskant gelten, fallen in die Stufe „rot“. Spiele, bei den Störungen möglich sind, fallen in die Stufe „gelb“ und Spiele, bei denen Störungen grundsätzlich nicht erwartet werden in die Stufe „grün“. 

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