Ryanair-Flugzeug- Flughafen Hahn (Foto: Andreas Arnold- dpa/Bildfunk)

Ryanair streicht weitere Flugziele ab dem Hahn

  23.10.2020 | 09:49 Uhr

Europas größter Billigflieger, Ryanair, streicht seinen Winterflugplan wegen der Corona-Krise noch mehr zusammen. Laut dem Ryanair-Buchungsportal fallen von November bis März am Hahn die vier Flugziele Fès, Marrakesch, Kerry und Vilnius weg.

Damit fliegt Ryanair in diesem Winter nur noch sechs Ziele von Hahn aus an: Lamezia Terme, Neapel, Pescara, Teneriffa-Süd, Nador und Thessaloniki. Im vergangenen Winter war Ryanair noch zu 17 und im Winter 2018/19 sogar zu 29 Flugzielen von dem Airport gestartet.

Neben Ryanair fliegen noch kleinere Passagierfluggesellschaften den Airport Hahn an. Die Zahl ihrer Ziele ist aber überschaubar.

Starker Rückgang bei Passagierzahlen

Im vergangenen Jahr zählte der Flughafen Hahn insgesamt etwa 1,5 Millionen Passagiere. Dieses Jahr dürften es deutlich weniger sein. Von Januar bis August waren es laut der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) gut 320.000 Fluggäste - fast 70 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Frachtgeschäft wächst

Der Flughafen Hahn profitiert aber zumindest von einem in diesem Jahr aufgeblühten Frachtgeschäft. Das Geschäft wuchs von Januar bis August gemessen am Vorjahreszeitraum um 32,2 Prozent auf 142.188 Tonnen - trotz der Corona-Krise und gegen den Trend bei zahlreichen anderen Airports.

Der ehemalige US-Militärflughafen hat eine seltene Nachtflugerlaubnis. Laut der Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn gibt es hier auch oft nächtliche Zwischenstopps von US-Soldaten und US-Militärfracht auf dem Weg in den Nahen Osten oder zurück in die Heimat.

Ryanair droht mit Schließung der Basis

Im Sommer hatte Ryanair im Streit um die Kürzung von Gehältern seiner Beschäftigten gedroht, die Basis am Flughafen Hahn zu schließen, und damit für viel Aufregung gesorgt. Einige Tage später war das Unternehmen dann zurückgerudert.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "aktuell" im SR Fernsehen am 23.10.2020 berichtet.

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