Mountainbike (Foto: dpa)

Bald mehr legale Wege für Mountainbiker im Saarland?

mit Informationen von Marc Drumm   11.07.2020 | 18:38 Uhr

Im Streit um nicht genehmigte Mountainbikestrecken im Saarland soll nun ein Runder Tisch Ende August helfen. Die betroffenen Interessengruppen sollen dort unter anderem Fragen zur Sicherheit, Haftung und Unterhaltung möglicher legaler Mountainbike-Strecken beraten.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Streit um illegale Mountainbike-Strecken in saarländischen Wäldern gegeben. Der Saarforst Landesbetrieb hatte angekündigt, die zum Teil mit Sprungschanzen angelegten Radwege nicht länger zu dulden. Die Unfallgefahr für Wanderer und andere Waldnutzer sei zu hoch. Außerdem war bislang auch die Haftung rechtlich nicht eindeutig geklärt. Eine erste illegale Strecke in den Wäldern vor Saarbrücken hat der Saarforst Landesbestrieb nun auf Anweisung des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zurückgebaut.

Video [aktueller bericht am Samstag, 11.07.2020, Länge: 3:41 Min.]
Grauzone: Mountainbike-Strecken im Wald

Runder Tisch soll helfen

Damit es zukünftig im Saarland mehr legale Mountainbike-Trails geben kann, will sich das Ministerium im Rahmen eines Runden Tisches nun mit allen Interessensgruppen beraten. Teilnehmen sollen sowohl Vertreter des saarländischen Tourismus und des Naturschutzes, als auch der Saarforst und die Mountainbiker. Dabei sollen auch haftungsrechtliche Belange geklärt werden.

Die Mountainbiker haben bereits ein Konzept für mögliche Mountainbike-Strecken eingereicht. Es sieht vor, dass die Stadt oder das Land die Haftung für die Strecken übernehmen, für die Unterhaltung und den Bau der Strecken würden hingegen die Radfahrer sorgen.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktuell - 18.00 Uhr" am 11.07.2020 im SR Fernsehen berichtet.

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