Ein Wegweise mit dem Schriftzug evangelische Kirche (Foto: picture alliance/dpa-Zentralbild/SR)

Rheinische Kirche vor Führungswechsel

  14.01.2021 | 07:09 Uhr

Die Evangelische Kirche im Rheinland stellt heute wichtige personelle Weichen für die kommenden Jahre. Die erstmals digital tagende Landessynode entscheidet über die Nachfolge von Präses Manfred Rekowski. Zur Wahl stehen eine Frau und zwei Männer.

Wer löst Präses Rekowski ab?
Audio [SR 2, Maria-Christina Purkert, 14.01.2021, Länge: 03:12 Min.]
Wer löst Präses Rekowski ab?

Um Rekowskis Nachfolge an der Spitze der 2,4 Millionen rheinischen Protestanten bewerben sich der aus Bayern stammende Theologieprofessor Reiner Knieling (57), der Leiter der Evangelischen Akademie Frankfurt, Thorsten Latzel (50), und die Superintendentin des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, Almut van Niekerk (53), die als erste Frau in das Leitungsamt gewählt werden könnte.

Der oder die Präses vertritt die Landeskirche in der Öffentlichkeit und übt den Vorsitz in Landessynode und Kirchenleitung aus.

Ruhestand für Rekowski

Der 62-jährige Amtsinhaber Rekowski, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, geht nach achtjähriger Amtszeit als leitender Theologe im März in den Ruhestand. Im SR-Interview hatte Rekowski zuletzt betont, dass er sich über die Aufbruchsstimmung in der Kirche freue. Gleichzeitig herrsche ein noch immer zu hoher Organisations- und Verwaltungsaufwand in der Kirche.

Interview mit Präses Manfred Rekowski
"Wir sind eine Kirche im Aufbruch"
Am 11. Januar startete die Rheinische Kirchensynode, bei der auch der Nachfolger von Präses Manfred Rekowski gewählt wird. Im SR-Interview spricht Rekowski über die Themen, die ihm am Herzen liegen, und was für ihn wichtige Entwicklungen während seiner Zeit als Präses waren.

Gewählt wird außerdem ein neuer Finanzchef. Der scheidende Amtsinhaber Bernd Baucks stimmte die Synode am Mittwoch in seinem letzten Bericht auf langfristig sinkende Einnahmen ein. Der coronabedingte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen wird nach Baucks' Worten für 2020 bei etwa acht Prozent liegen.

Für 2021 wird mit einem etwas geringeren Absinken der Einnahmen gegenüber 2019 um rund fünf Prozent gerechnet. Das Steueraufkommen werde sich vermutlich zunächst erholen, bevor es deutlich zu sinken beginne, sagte Baucks und verwies auf die sogenannte Freiburger Studie, nach der sich die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche bis 2060 halbieren könnte.

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