Richterhammer (Foto: dpa)

Revision im Folsterhöhe-Prozess

dpa   13.06.2018 | 11:45 Uhr

Nach dem Urteil im Prozess um tödliche Messerstiche in Saarbrückenhat die Verteidigung des zu einer langen Haftstrafe verurteilten 46-Jährigen Revision eingelegt. Das bestätigte der Anwalt des Mannes. Vergangenen Donnerstag war sein Mandant zu einer Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren wegen Totschlags verurteilt worden.

Im Prozess am Landgericht sahen es die Richter als erwiesen an, dass der Angeklagte Mitte November 2017 einen Bekannten aus dem Drogenmilieu mit 20 Messerstichen in dessen Saarbrücker Wohnung getötet hat. Sie sprachen in der Verhandlung auch von einem "Gewaltexzess". Das Urteil lautete neun Jahre und sechs Monate Haft. Zudem hatte das Gericht für den in Kasachstan geborenen, deutschen 46-Jährigen wegen einer langjährigen Heroinsucht nach zwei Jahren und neun Monaten die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Die Richter waren mit der Strafe unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft geblieben, die zwölf Jahre gefordert hatte. Dennoch hatte die Anklagebehörde schon nach Verkündung des Urteils angekündigt, keine Rechtsmittel einlegen zu wollen.

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