Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Revision im Doppelmordprozess

  22.01.2019 | 16:21 Uhr

Im Prozess um den Doppelmord von Fechingen hat die Verteidigung des 59-jährigen Angeklagten Revision gegen das Urteil eingelegt. Nun muss der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Entscheidung des Saarbrücker Landgerichts prüfen.

Das Landgericht hatte den Angeklagten in der vergangenen Woche wegen zweifachen Mordes und wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Dabei wurde auch eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Kammer war damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Der Verteidiger hatte wegen Totschlags und versuchten Mordes eine Haftstrafe von nicht mehr als zehn Jahren beantragt.

Hass gegen Familie

Der 59-Jährige hatte gestanden, seinen Sohn und seinen Schwiegersohn bei einer Familienfeier erschossen und seine Ex-Frau und schwangere Tochter durch Schüsse schwer verletzt zu haben. Nach Ansicht der Richter hatte der Mann Hassgefühle gegen seine Familie entwickelt, die sich immer weiter von ihm entzog und seiner Ansicht nach an seinem Dasein als Dialyse-Patient keinen Anteil genommen hatte. Um sich zu rächen, habe der Angeklagte ein Fanal setzen wollen.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 22.01.2019 berichtet.

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