Schulunterricht unter besonderen Schutzmaßnahmen (Foto: picture alliance/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa)

Geringe Resonanz auf Corona-Tests für Lehrer und Erzieher

Sandra Schick   20.09.2020 | 08:23 Uhr

Im Saarland hat bisher nur rund jeder fünfte Lehrer einen kostenlosen Coronatest in Anspruch genommen. Bei den Erziehern sind es noch weniger. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wird das Angebot aber weiterhin aufrecht erhalten.

Mitarbeiter aus Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wie Lehrer, Erzieher oder Menschen, die in der Jugendhilfe tätig sind, können sich seit einigen Wochen kostenlos auf Corona testen lassen.

Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurde das Angebot bisher "aber nur mäßig angenommen". Nur rund 20 Prozent der berechtigten Lehrer hätten davon bisher Gebrauch gemacht, heißt es. Bei den Erziehern sind es noch deutlich weniger. Allerdings waren die Tests für sie auch erst später gestartet.

Bis Mitte September (Stichtag 15.9.) sind nach Angaben des Minsteriums 1835 Lehrer, 249 Erzieher und 156 Personen aus anderen Bereichen getestet worden. Anspruchsberechtigt wären im Saarland knapp 9000 Lehrer und über 6000 Erzieher, außerdem weitere Beschäftigte aus der Jugendhilfe und dem Bildungsbereich.

Ausbrüchen vorbeugen

Anfang August waren die kostenlosen Corona-Tests zunächst nur für Lehrer und Beschäftigte in Bildungseinrichtungen angeboten worden. Kurze Zeit später hatte man das Angebot dann ausgeweitet. Mit den kostenlosen Tests will das Gesundheitsministerium Infektionsausbrüchen vorbeugen.

Lehrer, Erzieher und andere Beschäftigte aus Bildungseinrichtungen können sich in diesem Jahr bis zu zwei Mal kostenlos testen lassen. Sollte sich das Pandemiegeschehen ausweiten, so sieht die Teststrategie vor, dass sie alle 14 Tage getestet werden können.

Termine im Netz buchen

Menschen, die sich testen lassen möchten, sollten vorab online einen Termin vereinbaren. Das Buchungssystem für Termine gibt es unter www.testzentrum.saarland.de.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.09.2020 berichtet.

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