Polizeiwagen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Mehr als 100 Waffen bei „Reichsbürger“ in Kordel entdeckt

Dunja von Morzé / Onlinefassung: Axel Wagner   14.03.2019 | 18:27 Uhr

Bei einem Waffenhändler in Kordel bei Trier sind am Donnerstag die Wohn- und Geschäftsräume durchsucht worden. Bislang wurden mehr als 100 Waffen sowie Sprengstoff sichergestellt. Dem Mann wurde die Erlaubnis entzogen, Waffen und Sprengstoffe zu verkaufen, weil er zur Reichsbürgerbewegung gehören soll.

Vor Ort waren etwa 100 Personen von Polizei, Feuerwehr und Behörden im Einsatz, darunter auch Spezialisten für Sprengstoff. Die Durchsuchungen der Häuser werden noch bis Freitag andauern, teilte die Kreisverwaltung Trier-Saarburg dem SWR mit. Einige der Gebäude seien regelrecht vermüllt gewesen.

Dem Mann war schon Ende 2018 die Erlaubnis entzogen worden, Waffen zu besitzen und damit zu handeln. Der Kreis-Sprecher verwies auf einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Koblenz. Demnach sei die Zugehörigkeit zur Reichsbürgerbewegung nicht vereinbar mit der für den Handel von Waffen und Sprengstoff nötigen Zuverlässigkeit.

Entsprechend habe man dem Händler die Erlaubnis entzogen. Der Mann habe sich aber bisher geweigert, seine Waffen und den Sprengstoff abzugeben. Daraufhin habe man Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt – von der für Waffenrecht zuständigen Kreisverwaltung und der für Sprengstoff zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

Über dieses Thema hat auch die SR 3 Rundschau vom 14.03.2019 berichtet.

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