Das Hochwasser in Kleinblittersdorf in der Nacht (Foto: Julian Colbus)

Kleinblittersdorf will sich gegen Starkregen wappnen

Patrick Wiermer   04.12.2019 | 13:00 Uhr

Die Gemeinde Kleinblittersdorf hat ein Konzept für die Starkregenvorsorge vorgestellt. Es soll helfen, Schäden durch heftiges Unwetter zu minimieren und die Gemeinde besser auf extreme Klima- und Wetterereignisse vorzubereiten. Im Juni 2018 hatte es in Kleinblittersdorf nach einem Starkregen schwere Schäden gegeben.

Ein Jahr Arbeit, sieben Workshops mit betroffenen Bürgern, unzählige Vor-Ort-Besuche. Am Ende steht nun ein detailliertes Konzept, das zeigt, was Kleinblittersdorf bei einem Starkregen zu erwarten hat und wie sie sich dagegen wappnen kann.

Kleinblittersdorf will sich gegen Starkregen wappnen
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 04.12.2019, Länge: 02:48 Min.]
Kleinblittersdorf will sich gegen Starkregen wappnen

Karte zeigt 70 Risikogebiete und Objekte

Webdoku
Die Nacht, in der das Wasser kam
In der Nacht zum 1. Juni 2018 wird die Gemeinde Kleinblittersdorf von einem schweren Unwetter getroffen. „Die Nacht, in der das Wasser kam“ – eine Webdoku über ein verheerendes Unwetter und seine Folgen für die Betroffenen.

Grundlage ist eine Gefahrenkarte. Sie zeigt 70 Risikogebiete und Objekte auf, die von einem Hochwasser besonders betroffen sein könnten. Ganze Straßenzüge sind dabei, aber auch Altenheime, Schulen und Kindergärten. Für diese Gebäude wurde auch untersucht, wie dort Hochwasser eindringen kann und wie sie besser geschützt werden können.

Im nächsten Schritt will die Gemeinde etwa ihre Regenrückhaltebecken verbessern. Außerdem sollen die Alarm- und Einsatzpläne der Rettungskräfte angepasst werden. Bürgermeister Stephan Strichertz will auch die Empfehlungen aus dem Konzept untersuchen und eine Liste der nötigsten Schutzmaßnahmen erstellen.

Video [aktueller bericht, 04.12.2019, Länge: 2:59 Min.]
Vorsorgekonzept für Starkregen

31 Gemeinden planen Karten

Ingesamt wollen 31 Gemeinden im Saarland laut Umweltministerium eine Starkregengefahrenkarte erstellen. Solche Karten zeigen Hochwasser-Risikogebiete in den Gemeinden und sind Grundlage für die Umsetzung von Maßnahmen gegen Schäden durch Starkregen. Von den 31 Kommunen haben bereits sieben eine solche Karte erstellt, drei sind kurz vor dem Abschluss. Weitere 21 haben angekündigt eine Gefahrenkarte anzugehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 04.12.2019 berichtet.

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