Standbild: #jerusalemachallenge am Winterberg-Klinikum Saarbrücken (Foto: Tobias Schilling)

Warner fordert Gebühren für "Jerusalema"-Challenge

Patrick Wiermer   17.02.2021 | 10:35 Uhr

Zahlreiche Verbände, Vereine, Firmen und auch Schulen machten mit bei der "Jerusalema"-Challenge – auch im Saarland. Doch aus der Tanzaktion könnte nun ein teurer Spaß werden. Denn der Rechteinhaber des dazugehörigen Musikstücks, Warner Music, fordert nachträglich Lizenzgebühren. Unter anderem das Winterbergklinikum hat sein Video deshalb vorsorglich offline gestellt.

Einige saarländische Teilnehmer an der sogenannten "Jerusalema-Challenge“ haben bereits auf die Forderungen des Rechteinhabers des dazugehörigen Welthits "Jerusalema“ von Master KG reagiert. Im Dezember hatten viele saarländische Firmen und Abteilungen an der Internetchallenge teilgenommen und Videos von sich hochgeladen, wie sie zu dem Lied "Jerusalema" tanzen.

Video [aktueller bericht, 17.02.2021, Länge: 2:33 Min.]
Lizenzkosten für Social Media-Challenge

Die Handelskette Globus habe sich mit Warner "sinnstiftend“ verständigt und eine Gebühr bezahlt, so ein Unternehmenssprecher. Betroffen ist unter anderem ein Video der Filiale in Güdingen.

Videos gelöscht

Warner will Geld für Jerusalema-Videos
Audio [SR 1, (c) Carl Rolshoven, Patrick Wiermer, 17.02.2021, Länge: 03:05 Min.]
Warner will Geld für Jerusalema-Videos

Das Winterbergklinikum und die SHG-Kliniken haben ihre Videos bereits gelöscht – auch ohne Schreiben von Warner.

Das Knappschaftsklinikum in Püttlingen lässt sein Video hingegen im Netz. Man habe bereits über die Gema Lizenzgebühren entrichtet, so der Sprecher des Klinikums. Zurzeit werde geprüft, ob dies ausreiche. Er forderte von Warner ein Auge zuzudrücken. Das Video sei nicht als Werbung entstanden, sondern als Ausgleich für die Mitarbeiter zum stressigen Berufsalltag.

Warner begründet sein Vorgehen damit, dass der Künstler beteiligt werden müsse, wenn der Song zu Werbezwecken genutzt wird. Bei der Höhe der Gebühren wolle man allerdings kompromissbereit sein.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.02.2021 berichtet.

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