Das Wappen der Bundespolizei auf einer Dienstjacke (Foto: dpa / Martin Schutt)

Razzien wegen Schleuserverdachts in Saarbrücken

  20.10.2021 | 11:59 Uhr

Die Bundespolizei hat im Raum Saarbrücken wegen Schleuserverdachts zwölf Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Zehn Verdächtige werden beschuldigt, hauptsächlich syrische Staatsangehörige illegal nach Deutschland gebracht zu haben.

Wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern haben 121 Beamte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung am Mittwoch mehrere Wohn- und Geschäftsräume im Raum Saarbrücken durchsucht. Den Auftrag hatte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegeben.

Über 90 Menschen nach Deutschland gebracht

Laut Bundespolizei stehen insgesamt zehn Beschuldigte im Verdacht, mit angemieteten Fahrzeugen für Geld hauptsächlich syrische Staatsangehörige nach Deutschland eingeschleust zu haben. Die Transporte wurden zum Teil unter lebensgefährlichen Umständen durchgeführt, weil die geschleusten Personen auf Ladeflächen von Kleintransportern mitgefahren sind, teilte die Polizei mit.

Hauptsächlich sollen die Fahrten von Tschechien und Österreich aus stattgefunden haben. Aktuell gehen die Ermittler von über 90 nach Deutschland geschleusten Personen aus. Die Menschen wurden anschließend unter anderem auch ins Saarland und nach Frankreich gebracht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.10.2021 berichtet.

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