Waffen und ein Schild der kriminellen Neonazi-Gruppe «Combat 18»  (Foto: picture alliance/dpa | Horst Pfeiffer)

Razzien gegen rechtsextreme Szene auch im Saarland

  06.04.2022 | 11:55 Uhr

Bundesweit werden seit den frühen Morgenstunden Razzien gegen mutmaßlich rechtsextreme Vereinigungen durchgeführt. Insgesamt werden 61 Wohnungen und Gebäude durchsucht. Darunter sind laut Polizei auch zwei Objekte im Saarland.

In elf Bundesländern laufen seit dem Morgen Razzien gegen Rechtsextreme. 50 Beschuldigte soll es nach SWR-Informationen insgesamt deutschlandweit geben. Vier Personen wurden dabei nach Angaben der Bundesanwaltschaft festgenommen.

Auch zwei Objekte im Saarland wurden am Morgen durchsucht, bestätigte die Polizei dem SR. Eines in Merzig und eines in Neunkirchen. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Combat 18 im Fokus

Im Zentrum der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft stehen unter anderem die rechtsextremen Gruppierungen "Combat 18" und "Knockout 51". In Deutschland ist "C18" wegen seiner rechtsextremen, neonazistischen und fremdenfeindlichen Haltung seit mehr als einem Jahr verboten.

"Knockout 51" war den Informationen zufolge vor allem in Eisenach tätig. Die Gruppe soll versucht haben, in der Stadt einen "Nazi Kiez" mit illegalen Patrouillen zu etablieren und militante Corona-Proteste zu initiieren. 

Wichtiger Schlag gegen Rechtsextreme

Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang nannte die Razzien einen wichtigen Schlag gegen die gewaltbereite, rechtsextreme Szene.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.04.2022 berichtet.

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