Der digitale Impfnachweis auf einem Smartphone, im Hintergrund das Apotheken-Logo (Foto: picture alliance / dpa-tmn | Zacharie Scheurer)

Razzia wegen gefälschter Impf-Nachweise

  22.12.2021 | 17:09 Uhr

Bei einer Razzia wegen gefälschter Impfpässe hat die Polizei am Mittwoch in 17 Wohnungen im Grenzgebiet zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz nach Beweismaterial gesucht. Es geht dabei um ein größeres Ermittlungsverfahren mit rund 60 Fällen.

Rund 50 Ermittler waren am Mittwochmorgen an der Razzia wegen der gefälschten Impfpässe beteiligt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach befanden sich zwei der durchsuchten Wohnungen in den Landkreisen St. Wendel und Merzig-Wadern.

Die Durchsuchungen seien Teil eines größeren Ermittlungsverfahrens mit rund 60 Fällen. Diese seien durch die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern einer Apotheke im Großraum Birkenfeld ans Licht gekommen.

Unabhängige Einzelfälle

Die Einzelfälle seien nicht miteinander verbunden. Es handele sich in der großen Mehrzahl bei den Verdächtigen um bisher nicht polizeibekannte Personen. Gegen sie wird wegen des „strafbaren Umgangs mit gefälschten Impfnachweisen“ ermittelt.

Auffällig sei auch, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass die gefälschten Impfnachweise in vielen Fällen von den Verdächtigen nicht selbst gefertigt worden seien. Bei den Durchsuchungen wurden laut dem Polizeipräsidium Trier unter anderem Impfausweise, digitale Covid-Impfzertifikate und Mobiltelefone sichergestellt. Verhaftet wurde bislang niemand.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 22.12.2021.

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