Ein Warnschild, die vor radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen warnt (Foto: picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Erste Phase der Radonmessungen endet

  25.05.2020 | 12:58 Uhr

Im Saarland endet die erste Phase der Radonmessungen in Privathaushalten. Nach Angaben des Umweltministeriums beteiligen sich über 1300 Haushalte im Saarland an den freiwilligen Messungen des radioaktiven Edelgases.

Das Umweltministerium bittet die Teilnehmer darum, die Messdosen mit dem Aufkleber "kurz" bis zum 5. Juni zurückzuschicken. Anschließend werden die Messdosen ausgewertet. Die persönlichen Messergebnisse werden dann voraussichtlich nach acht Wochen per Post oder E-Mail verschickt. Messdosen mit dem Aufkleber "lang" werden dagegen erst 2021 zurückgeschickt.

Vorsorgegebiete müssen ausgewiesen werden

Nach dem Strahlenschutzgesetz müssen die Bundesländer in den nächsten zwei Jahren ermitteln, in welchen Gebieten eine hohe Radon-Konzentration zu erwarten ist. Bisher gibt es im Saarland nicht genug Messdaten, um Radonvorsorgegebiete ausweisen zu können. Dazu ist das Saarland aber gesetzlich verpflichtet.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Ist es in höheren Konzentrationen in der Atemluft vorhanden, so erhöht es das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Besonders hoch ist die Radon-Konzentration in Gegenden mit Muschelkalk. Das sind im Saarland zum Beispiel der Bliesgau und die Gegend rund um Perl.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau am 25.05.2020 berichtet.

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Das radioaktive Gas Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Um herauszufinden, wo die Radonbelastung im Saarland besonders hoch ist, können 1200 Haushalte kostenlos an einer Messung durch das Umweltministerium teilnehmen.

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