Ein Warnschild, die vor radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen warnt (Foto: picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Radon-Werte liegen im Bundesschnitt

Carolin Dylla   01.09.2020 | 14:58 Uhr

Die in saarländischen Wohnhäusern gemessenen Radon-Werte liegen größtenteils im Bundesdurchschnitt. Das teilte Umweltminister Reinhold Jost (SPD) mit. In manchen Gemeinden ist die Radonbelsstung aber offenbar deutlich höher als in anderen.

Video [aktueller bericht, 01.09.2020, ab 13:07 Min.]
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Alles im Normalbereich, kein Grund zur Beunruhigung: so die zentrale Botschaft von Umweltminister Reinhold Jost (SPD), was die Radon-Werte in saarländischen Wohnhäusern angeht. Insgesamt hat das Umweltministerium Proben aus rund 1200 Haushalten ausgewertet.

Höhere Belastung in einigen Gemeinden

Der gesetzliche Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter wurde in gut drei Prozent dieser Haushalte überschritten. Damit liegen die Messergebnisse insgesamt im Bundesdurchschnitt. In Merchweiler, Nohfelden, Saarwellingen und Schiffweiler ist der Anteil an Häusern, in denen der gesetzliche Referenzwert überschritten wird am höchsten.

Werte für Kitas und Schulen folgen

"Radon-Werte liegen im Bundesdurchschnitt"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Renate Wanninger / Carolin Dylla, 01.09.2020, Länge: 04:01 Min.]
"Radon-Werte liegen im Bundesdurchschnitt"

Laut Jost sollen nun weitere Untersuchungen klären, weshalb die Radon-Konzentration in diesen Gemeinden besonders hoch ist. Mit den Ergebnissen dieser sogenannten Raumluft-Prüfungen ist der zweite Teil des dreistufigen Radon-Testkonzepts der Landesregierung abgeschlossen. Die Ergebnisse der Messungen aus rund 600 öffentlichen Gebäuden wie Kitas oder Schulen sollen laut Jost im Oktober vorliegen.

Mit diesen Daten soll bis Ende des Jahres eine detaillierte Karte der Radonbelastung im Saarland vorliegen. Laut einer bundesweiten gesetzlichen Regelung müssen die Länder bis zum 31. Dezember dieses Jahres ermitteln, in welchen Gebieten die Radon-Konzentration besonders hoch ist. Bisher gab es dazu im Saarland nicht ausreichend Daten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.09.2020 berichtet.

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