Die Richterbank eines Saals im Landgericht.  (Foto: picture alliance/dpa | Oliver Dietze)

Prozessstart wegen mutmaßlichen Mordversuchs

Gabor Filipp   16.11.2021 | 12:05 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat der Prozess gegen einen Mann begonnen, der im Mai versucht haben soll, seine Ex-Ehefrau zu ermorden. Tatort war der Parkplatz des St. Nikolaus-Hospitals in Wallerfangen.

Der mutmaßliche Täter soll die Frau auf dem Parkplatz des St. Nikolaus-Hospitals in Wallerfangen angegriffen haben. Laut Anklage hatte der Beschuldigte seiner gleichaltrigen Ex-Ehefrau am frühen Morgen auf dem Parkplatz aufgelauert, als sie in ihr Auto steigen wollte.

Es gab offenbar einen heftigen Streit zwischen den beiden, berichtete ein Augenzeuge seinerzeit, als der mutmaßliche Täter plötzlich mehrfach mit einem Messer zugestochen habe.

Verletzte Frau durch Not-OP gerettet

In der Anklageschrift ist von einer Klingenlänge zwischen 25 und 30 Zentimeter die Rede. Bei der Attacke kam es auch zu einer potenziell tödlichen Durchspießung am Hals sowie größeren Verletzungen im Gesicht.

Der Augenzeuge setzte einen Notruf ab. Die schwerstverletzte Frau konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

Eifersucht als mutmaßliches Tatmotiv

Der mutmaßliche Täter und auch das Opfer sind aus Luxemburg, leben aber im Saarland. Er war in Esch-sur-Alzette eigenen Angaben zufolge Beamter, der Knöllchen verteilte. Dem Vernehmen nach hatte er seine Ex-Frau schon längere Zeit gestalkt.

Das Tatmotiv soll hochgradige Eifersucht gewesen sein. Die Verteidiger wollen offensichtlich für ihren Mandanten nur Körperverletzung geltend machen. Die Geschädigte will Anfang Dezember als Zeugin aussagen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 16.11.2021 berichtet.

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