Eine Justitia-Statue (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Prozessauftakt nach tödlichem Nachbarschaftsstreit

Gabor Filipp / Onlinefassung: Anne Staut   14.01.2019 | 17:36 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Montag der Prozess um einen tödlichen Nachbarschaftsstreit in Perl begonnen. Im November 2017 hatte ein 52-Jähriger seine Nachbarin bei einer Auseinandersetzung so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später im Krankenhaus verstarb.

Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge. Der Angeklagte aus der Weinbau-Gemeinde Perl soll für den Tod seiner Nachbarin verantwortlich sein. Der Beschuldigte wie auch sein mutmaßliches Opfer waren bei dem Vorfall beide 52 Jahre alt und schon seit Jahren miteinander verfeindet.

Gerangel endete tödlich

An einem Montagnachmittag eskalierte dann offensichtlich der Dauerstreit, man geriet aneinander. Das war das tragische Ende eines jahrelangen Nachbarschaftsstreits - offensichtlich ausgelöst davon, dass der Rottweiler des Angeklagten mit Vorliebe die Katzen der Nachbarn jagte, auch jene des Opfers.

Die Frau, so heißt es, habe ihren Nachbarn mit Steinen beworfen. Der wiederum habe dem Einhalt gebieten wollen. Die Folge war ein Gerangel, bei dem die Nachbarin irgendwann zu Boden ging. Die damals 52-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins DRK-Krankenhaus nach Saarlouis gebracht. Dort verstarb sie zwei Tage später an einem massiven Hirnschaden, der laut Anklage auf die Auseinandersetzung mit dem Nachbarn zurückzuführen ist.

Video [aktueller bericht, 14.01.2019, Länge: 6:06 Min.]
Prozessauftakt: Tödlicher Nachbarschaftsstreit in Perl

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 14.01.2019 berichtet.

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