Aktenstapel (Foto: dpa)

Mordprozess: Angeklagter räumt Tat ein

Mit Informationen von Patrick Wiermer   15.10.2018 | 13:58 Uhr

Am Saarbrücker Landgericht hat der Mordprozess gegen einen 24-Jährigen begonnen, der im April dieses Jahres seine Ex-Freundin umgebracht haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, aus niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben.

Studiogespräch: "Es geht darum zu klären, ob ein Mord aus niederen Beweggründen vorliegt"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner/Patrick Wiermer, 15.10.2018, Länge: 02:55 Min.]
Studiogespräch: "Es geht darum zu klären, ob ein Mord aus niederen Beweggründen vorliegt"

Die Behörde geht in ihrer Anklage davon aus, dass der 24-Jährige die Frau bestrafen wollte und die Tat geplant hatte. Vor dem Gericht räumte der Angeklagte über seinen Anwalt die Tat ein. Er gab allerdings an, keine Tötungsabsicht gehabt zu haben. Außerdem leide er unter einer psychischen Erkrankung.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die 21-Jährige dem Angeklagten Anfang April mit einer Nachricht mitgeteilt, dass sie sich in einen anderen Mann verliebt hat. Daraufhin soll der 24-Jährige die Frau am 17. April unter dem Vorwand einer Aussprache in die ehemals gemeinsame Wohnung in Neunkirchen gelockt haben. Dort soll er nach kurzer Zeit auf sie eingeschlagen und sie anschließend gewürgt haben. Das Opfer konnte im Anschluss noch reanimiert werden, starb aber kurze Zeit später in einem Krankenhaus.

Video [aktueller bericht, 15.10.2018, Länge: 3:04 Min.]
Neunkirchen: Prozessauftakt nach Eifersuchtsmord

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.10.2018 berichtet.

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