Akten mit der Statue der Göttin der Gerechtigkeit (Foto: dpa/Volker Hartmann)

Missbrauchsprozess gegen ehemaligen Jugendpfarrer

Patrick Wiermer   02.11.2020 | 18:18 Uhr

Vor dem Saarbrücker Landgericht hat am Montag der Prozess gegen einen ehemaligen Jugendpfarrer der sekten-ähnlichen "Gemeinde ohne Mauern" begonnen. Der 48-Jährige soll dabei in Mettlach zwei damals minderjährige Mädchen, die sich in seiner Obhut befanden, in insgesamt 54 Fällen sexuell missbraucht haben.

Die Taten sollen sich laut Anklage "mindestens" zwischen 2013 und 2018 ereignet haben. Betroffen sind zwei junge Frauen, die zum Zeitpunkt der Übergriffe zwischen 14 und 17 Jahre alt gewesen sind. Die Mädchen gehörten zu dieser Zeit zum sogenannten Familienkreis, wohnten bei dem Angeklagten in Mettlach.

Der Pfarrer war dabei für die religiöse Erziehung der sexuell unerfahrenen Jugendlichen zuständig, was dieser offenbar ausnutzte. Unter dem Vorwand eines "Heilungsprozesses" soll er die zwei Mädchen im Wohn- und im Badezimmer missbraucht haben. Der Pfarrer soll dabei die Geschlechtsteile der Jugendlichen berührt haben und sich per Hand, oral und anal befriedigen lassen. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 02.11.2020 berichtet.

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