Justitia-Figur (Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)

Mutmaßliche Drogenbande und Pizzabäcker vor Gericht

Thomas Gerber   26.04.2021 | 14:00 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat der Prozess gegen vier mutmaßliche Mitglieder einer albanischen Drogenhändlerbande und einen italienischen Pizzeriabetreiber begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor.

Insgesamt geht es um knapp zehn Kilogramm Kokain im Gesamtwert von rund 350.000 Euro. Der Pizzeriabetreiber hatte das Rauschgift jeweils bei den beschuldigten Albanern geordert, die Teil einer von Belgien aus operierenden Bande sein sollen.

Der 52-jährige Pizzeriabetreiber war dabei allerdings offenbar auf eine Finte der Polizei hereingefallen. Verdeckte Ermittler hatten das Rauschgift bei ihm bestellt. Die Übergabe erfolgte dabei teilweise in seinem Restaurant auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken, wobei in einem Fall mehr als 100.000 Euro Bargeld in einem Pizzakarton aus dem Lokal gebracht worden sein sollen.

Vier Angeklagte in U-Haft

Nachdem die Lieferung von fünf Kilogramm Kokain wegen der Corona-Kontrollen an der Grenze im Oktober vergangenen Jahres geplatzt war, wurden die Beschuldigten festgenommen. Die vier albanischen Angeklagten, drei Männer und eine Frau, haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen und sitzen seither in Untersuchungshaft.

Der italienische Beschuldigte hat ein Geständnis abgelegt und laut Anklage zur Aufklärung des Falles beigetragen. Er ist inzwischen auf freiem Fuß.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 26.04.2021.

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