Eingang zum Landgericht Saarbrücken (Foto: Oliver Dietze/dpa)

Prozessauftakt nach Brand in Wiebelskirchen

Thomas Gerber   23.01.2019 | 12:54 Uhr

Vor der Jugendkammer des Landgerichts hat am Mittwoch der Prozess wegen des tödlichen Brands von Wiebelskirchen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten im Alter von 19 und 29 Jahren Brandstiftung mit Todesfolge beziehungsweise Beihilfe dazu vor. Bei dem Feuer in dem Wohn- und Geschäftshaus in der Kuchenbergstraße war im April vergangenen Jahres ein 38-Jähriger ums Leben gekommen.

Zum Prozessauftakt wurde lediglich die Anklage verlesen. Demnach hatten sich die beiden Beschuldigten am Tatabend in Wiebelskirchen mit einem Bekannten getroffen und Bier getrunken. Im Laufe des Treffens soll der Ältere der beiden erklärt haben, dass in dem Haus in der Kuchenbergstraße Ausländer wohnten, die seine Mutter beleidigt hätten. Wörtlich soll er gesagt haben, denen werde er es heimzahlen. Danach sollen die beiden Angeklagten in das Haus eingedrungen sein, der 29-Jährige im Hausflur einen Kinderwagen angezündet und sein Komplize dabei Schmiere gestanden haben.

14 Hausbewohner konnten aus dem brennenden Gebäude über Drehleitern gerettet werden und wurden teilweise verletzt. Für den 38-Jährigen, der im Dachgeschoss wohnte, kam aber jede Hilfe zu spät. Nach der Tat soll der 29-Jährige die Brandstiftung gegenüber Zeugen gestanden haben, die Zeugen aber zum Schweigen verdonnert haben.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 23.01.2019 berichtet.

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