Justizia (Foto: Pixabay/WilliamCho)

Zehn Jahre Haft für 47-jährigen Mettlacher

  18.02.2020 | 12:00 Uhr

Ein Mann aus Mettlach ist wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Trier zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er habe seine Ex-Freundin absichtlich mit dem Auto angefahren, um sie zu töten, urteilte die Vorsitzende Richterin am Dienstag.

Er habe heimtückisch gehandelt und die Arglosigkeit und Wehrlosigkeit des Opfers ausgenutzt, sagte die Vorsitzende Richterin am Dienstag. Der 47-Jährige aus Mettlach habe der Frau Ende November 2018 in Taben-Rodt (Kreis Trier-Saarburg) auf dem Weg zu deren Arbeitsplatz "aufgelauert" und sie dann in Tötungsabsicht mit Tempo 30 frontal angefahren.

"Sie hat bis heute Angst"

Die Frau, die wie der Täter auch im Mettlacher Ortsteil Saarhölzbach wohnt, erlitt schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Sie leidet bis heute körperlich und psychisch unter den Folgen und ist nach wie vor arbeitsunfähig. "Ihr Leben hat sich von einem Tag auf den anderen komplett verändert", sagte eine Nebenklägerin über das Opfer. "Sie hat bis heute Angst." Motiv für die Tat sei "eine tiefe Kränkung" des Mannes gewesen, betonte die Richterin.

Die beiden hatten über sieben Jahre eine Liebesbeziehung. Allerdings war der Mann zudem mit einer Lebensgefährtin zusammen gewesen - lebte also in einer Doppelbeziehung. Die Frau hatte fünf Monate vor der Tat Schluss gemacht, weil sie nicht nur eine Affäre, sondern offiziell mit ihm zusammen sein wollte. Unter dem Aus litt der Saarländer auch psychisch: Er bekam Depressionen und Schlafstörungen. Als sie dann eine neue Beziehung einging, war er zutiefst verärgert. "Er wollte das Problem ein für alle mal aus der Welt schaffen, indem er sie tötete", sagte die Richterin. Der Verteidiger des 47-Jährigen kündigte Revision an.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 18.02.2020.

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