Das Saarbrücker Landgericht am Montag, 2.11.2020 (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Geständnis im Webenheimer Totschlag-Prozess

Gabor Filipp / Onlinefassung: Axel Wagner   05.04.2022 | 18:06 Uhr

Im Prozess um einen Totschlag in Blieskastel-Webenheim im September 2021 hat der Angeklagte vor dem Landgericht Saarbrücken ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er gab zu, den Lebensgefährten seiner Mutter mit einem Messer getötet zu haben.

Dem 22-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, sein 50 Jahre altes Opfer im September vergangenen Jahres in Webenheim mit 32 Messerstichen getötet zu haben. Ausgeführt habe er die Tat, um seine Mutter zu retten, die von ihrem Lebensgefährten gewürgt worden sei, sagte der Angeklagte am Dienstag im Prozess vor dem Landgericht.

Paar hatte schon früher Auseinandersetzungen

Der 22-Jährige bekannte sich also zur Tat, wie schon im September gegenüber der Polizei. Eine Zeugin, eine ehemals gute Freundin seiner Mutter, sagte allerdings aus, diese habe ihr gegenüber auch einmal geäußert, selbst den Lebensgefährten erstochen zu haben.

Das Paar war Zeugenaussagen zufolge einander in Hassliebe verbunden, hatte schon mehrere, auch von der Polizei erfasste häusliche Gewaltauseinandersetzungen gehabt. Zwischen dem Angeklagten und dem Totschlagopfer habe es jedoch keine gravierenden Probleme gegeben. Der Prozess soll am 21. April fortgesetzt werden.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 05.04.2022 berichtet.

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