Eine Strafprozessordung im Sitzungssaal eines Gerichts (Foto: dpa/Volker Hartmann)

Prozess: 50-Jähriger soll Mutter getötet haben

Thomas Braun / mit Informationen von Gabor Filipp   06.08.2018 | 15:09 Uhr

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Montag der Totschlag-Prozess gegen einen Neunkircher begonnen. Der heute 50-Jährige wird beschuldigt, seine 73-jährige Mutter mit einem Brotmesser getötet zu haben. Der Angeklagte hat die Tat offensichtlich im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen.

Der Beschuldigte leidet nach Angaben des Staatsanwaltes unter paranoider Schizophrenie. Er stand deshalb seit Jahren unter Betreuung und musste Psychopharmaka nehmen. Seit seiner Festnahme ist er in der Merziger Forensik untergebracht. Er wird von der Anklage als für die Allgemeinheit gefährlich eingestuft. Ihm droht die Sicherungsverwahrung.

Angeklagter saß schon zehn Jahre in der Forensik

Für die Tat gibt es keine Zeugen. Der Vater des 50-Jährigen lebte damals schon in einem Seniorenheim. Beide Elternteile hatten schon Schlimmes befürchtet und testamentarisch bestimmt, dass ihr Sohn nichts erben sollte für den Fall, dass er am Tod von einem von ihnen beteiligt sein sollte.

Ab 2000 saß der Angeklagte schon einmal zehn Jahre lang in der Forensik. Auch danach stand er unter Betreuung und rastete mitunter aus. Sein Onkel wollte in seiner Anwesenheit nicht als Zeuge aussagen - offensichtlich aus Angst.

Über dieses Thema wurde auch in den SR 3 Rundschau vom 06.08.2018 berichtet.

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