Bunkerstollen (Foto: pixabay (CC0))

Nalbacher Stollen: Gericht für gütliche Einigung

Mit Informationen von Julia Berdin   08.11.2018 | 15:53 Uhr

Das Verfahren der Gemeinde Nalbach gegen die Bundesrepublik Deutschland könnte möglicherweise durch eine außergerichtliche Einigung eingestellt werden. Vor dem Landgericht schlugen die Richter vor, die Angelegenheit gütlich zu klären. In dem Verfahren ging es um die Kosten, die der Gemeinde entstanden, nachdem unter dem Nalbacher Kindergarten ein Weltkriegsstollen gefunden worden war.

Die Gemeinde hatte geklagt, weil ein eingebrochener, bis dato unbekannter Luftschutzstollen die Statik des örtlichen Kindergartens gefährdet. Das Geld für die Sicherung von Stollen und Gebäude sowie die Verfüllung des unterirdischen Gangs will sich die Gemeinde von der Bundesrepublik zurückholen. Vor dem Landgericht schlugen die Richter am Donnerstag vor, die Angelegenheit gütlich zu klären. Bürgermeister Peter Lehnert befürwortet einen Vergleich. Die Bundesanstalt für Immobilien, die stellvertretend für die Bundesrepublik vor Gericht auftrat, will eine finanzielle Einigung prüfen, sieht die Chancen dafür aber eher schlecht.

Kindergarten steht seit zwei Jahren leer

Seit zwei Jahren steht der Nalbacher Kindergarten nun wegen Einsturzgefahr leer. Die Kinder werden in den umliegenden Kindergärten betreut. An einem anderen Ort soll ein neues Gebäude entstehen. Das Grundstück hat die Gemeinde bereits erworben.

Video [aktueller bericht, 08.11.2018, Länge: 3:15 Min.]
Prozessauftakt um einsturzgefährdeten Nalbacher Kindergarten

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 08.11.2018 berichtet.

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