Justitia vor Gerichtsakten (Foto: picture alliance / dpa | Volker Hartmann)

Erste Urteile nach Überfall auf Rentner-Ehepaar

mit Informationen von Gabor Filipp   25.11.2022 | 18:25 Uhr

Das freudige Schwanzwedeln eines Hundes, der einen alten Bekannten wiedererkannte, hatte die Polizei auf die Spur eines Einbrechertrios gebracht, das im Juli 2021 nachts ein Rentner-Ehepaar in Gerlfangen überfallen hatte. Zwei der Täter wurde am Freitag der Prozess gemacht.

Die Anklage lautete auf schweren Raub und besonders schwere räuberische Erpressung: Das Trio hatte bei seinem Überfall im Juli vergangenen Jahres auch eine Pistole dabei. Für zwei der Beschuldigten endete der Prozess am Freitag mit Urteilen.

Freiheits- und Bewährungsstrafe für zwei Beschuldigte

Noch vor Verhandlungsbeginn gab es auf Anregung der Verteidigung ein Verständigungsgespräch. Zwei Beschuldigte legten ein Geständnis ab, dadurch wurde das Strafmaß jeweils nach unten und oben hin begrenzt.

Der eine Beschuldigte erhielt eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren und muss außerdem wegen Alkohol- und Drogenproblemen in eine Entziehungsanstalt. Sein Komplize kam mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon, weil er frühzeitig ausgepackt hatte und unter die Kronzeugenregelung fiel.

Urteil gegen Drahtzieher steht noch aus

Der Drahtzieher der Tat hingegen muss noch auf sein Urteil warten, weil seine psychiatrische Untersuchung nachgeholt werden muss. Sein Verfahren wurde abgetrennt.

Er hatte mehrere Monate am und im Haus der Opfer gearbeitet und in dieser Zeit Freundschaft mit dem kleinen Mischlingshund des Rentnerpaars geschlossen. Bei dem Raubüberfall war der Hund freudig schwanzwedelnd auf den Maskierten zugegangen und hatte ihn dadurch entlarvt.

Die Beute des Trios war überschaubar – sie betrug 2000 Euro Bargeld und eine Goldkette im Wert von 2000 Euro.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 25.11.2022.


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