Justizia (Foto: Pixabay/WilliamCho)

Sieben Jahre Haft wegen versuchten Mordes

mit Informationen von Gabor Fillip   13.01.2022 | 16:46 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen Mann wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er versucht hatte, seine Ex-Frau auf einem Parkplatz in Wallerfangen mit einem Küchenmesser zu ermorden.

Im Mai des vergangenen Jahres hatte der Angeklagte auf einem Parkplatz in Wallerfangen seine Ex-Ehefrau erst mit dem Auto angefahren und dann mit einem langen Küchenmesser attackiert. Mehr als zehn Messerstiche im Gesichts-, Kopf- und Halsbereich fügte er der Frau zu. In der Angklageschrift war von einer Klingenlänge zwischen 25 und 30 Zentimeter die Rede.

Ziel, das Opfer zu töten

"Die Kammer hat auf schuldig erkannt"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Simin Sadeghi / Gabor Filipp, 13.01.2022, Länge: 03:58 Min.]
"Die Kammer hat auf schuldig erkannt"

Vor dem Landgericht wurde der Mann nun schuldig gesprochen. Die Messerattacke habe das Ziel gehabt, die Frau zu töten, hieß es in der Urteilsbegründung.

Abgelassen habe der Angeklagte letztendlich von seinem Opfer in der Vorstellung, es würde die schweren Verletzungen nicht überleben. Deshalb gibt es auch keinen strafbefreienden Rücktritt vom versuchten Mord, worauf die Verteidigung plädiert hatte.

Keine Kurzschlusshandlung

Zudem sei die Tat keine Kurzschlusshandlung gewesen, wie vom geständigen Täter behauptet. Vielmehr habe es sich, so die Kammer, nach monatelangem Stalking um eine Bluttat aus Eifersucht gehandelt. Der Täter habe damit versucht, die Kontrolle über die Frau zu behalten, mit der er bis zur Scheidung 35 Jahre lang verheiratet war.

Strafmildernd wirkte sich für den Angeklagten außer dem Geständnis aus, dass er keine Vorstrafen hatte, an seine Ex-Frau eine fünfstellige Summe zahlt und ausserdem an einer psychischen Störung leidet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.01.2021 berichtet.

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