Eine Justitia-Statue (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Mordprozess nach Feuer in Waderner Wohnhaus

Gabor Filipp   06.04.2020 | 14:58 Uhr

In Saarbrücken hat der Prozess gegen einen Mann aus Wadern wegen versuchten Mordes begonnen. Der 28-Jährige wird beschuldigt, vergangenes Jahr Feuer in einem dreigeschossigen Haus in Wadern gelegt zu haben. Er habe dabei den Tod der Hausbewohner zumindest billigend in Kauf genommen.

Beim Ausbruch des Feuers befanden sich in dem Gebäude fünf Bewohner. Einer von ihnen war schon eingeschlafen, ein anderer saß im Rollstuhl, als die Rauchmelder Alarm schlugen. Jemand hatte im Erdgeschoss eine Fußmatte angezündet, dann Stoffgegenstände auf der nach oben führenden Holztreppe sowie Kleidungsstücke auf einer Waschmaschine und im Nebenraum der Waschküche.

Angeklagter bestreitet die Tat

Hausbewohner und Feuerwehr konnten die Flammen schnell löschen, doch das Ganze hätte auch außer Kontrolle geraten können. Der mutmaßliche Täter wurde überwältigt, als er in einen Bus einsteigen wollte. Laut Anklage hatte er vor dem Brand einem Zeugen gegenüber angekündigt, das Haus anzünden zu wollen, weil er etwas gegen die Leute dort habe.

Der 28-Jährige, der damals unter Amphetamin-, Cannabis- und Alkoholeinfluss stand, bestritt im Gerichtssaal die Tat. Er verwies auf einen Bekannten, der ihm später gesagt habe, dass er es nicht gewesen sei. Der Angeklagte will sich psychiatrisch begutachten lassen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 06.04.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja