Ein Polizist sichert am frühen Morgen nach dem Mord an einem Angestellten die Tankstelle.  (Foto: picture alliance/dpa/Foto Hosser | Christian Schulz)

Prozess gegen mutmaßlichen Tankstellenmörder unterbrochen

  21.03.2022 | 13:26 Uhr

Der Prozess um den mutmaßlichen Mord an einem Tankstellenmitarbeiter ist schon kurz nach Beginn unterbrochen worden. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Kassierer einer Tankstelle in Idar-Oberstein war von einem Kunden erschossen worden, nachdem er ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte.

Schon kurz nach seinem Auftakt am Montagvormittag ist der Prozess um die tödlichen Schüsse auf einen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein unterbrochen worden. Grund dafür sind Ermittlungsakten der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, die den Verteidigern des Angeklagten noch nicht vorliegen.

Video [aktueller bericht, 21.03.2022, Länge: 3:23 Min.]
Prozess gegen mutmaßlichen Tankstellenmörder bereits unterbrochen

Chatprotokolle untersucht

Bei den Ermittlungen, die das Landeskriminalamt durchgeführt hatte, waren nach Angaben des Gerichts Chatprotokolle des Angeklagten untersucht worden. Es ging dabei um die Frage, ob er Mitglied in Gruppen ist, die ihn zu der Tat motiviert hätten.

Prozessauftakt im Fall des mutmaßlichen Mörder eines Tankstellenmitarbeiters
Audio [SR 3, Ludger Peters, 21.03.2022, Länge: 03:00 Min.]
Prozessauftakt im Fall des mutmaßlichen Mörder eines Tankstellenmitarbeiters

Dem 50-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, das Opfer im Streit um die Maskenpflicht getötet zu haben. Der 20-jährige Angestellte hatte den Tatverdächtigen darauf hingewiesen, dass er eine Maske tragen müsse.

Danach war der Kunde nach Hause gegangen und hatte eine Waffe geholt. Nach einem erneuten Wortwechsel mit dem Angestellten habe er dann geschossen. In der Vernehmung hatte er die Tat mit der Ablehnung der Corona-Maßnahmen begründet.

Unerlaubter Waffenbesitz

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wirft dem Tatverdächtigten Mord sowie unerlaubten Waffenbesitz vor. Der Angeklagte befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Für den Prozess wurde eine Sicherheitsschleuse eingerichtet. Handys müssen abgegeben werden.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.03.2022.

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