Oktober 2017: Greenpeace zündet Feuerwerk in Cattenom (Foto: dpa)

Prozess gegen Greenpeace-Aktivisten

  27.02.2018 | 17:32 Uhr

In Thionville ist am Dienstag vor dem Strafgericht der Prozess gegen Greenpeace-Aktivisten fortgeführt worden. Sie waren im Oktober auf das Gelände des Atomkraftwerks Cattenom eingedrungen und hatten dort ein Feuerwerk gezündet.

Angeklagt sind der französische Generaldirektor der Organisation sowie acht weitere Greenpeace-Aktivisten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Aktivisten Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung vor. Am 12. Oktober hatten die Aktivisten auf dem AKW-Gelände ein Feuerwerk gezündet. Greenpeace wollte damit nach eigenen Angaben deutlich machen, wie leicht das AKW anzugreifen sei. Erst kurz vor der Aktion hatte Greenpeace einen Bericht veröffentlicht, wonach viele französische und belgische Atomkraftwerke nicht ausreichend gesichert seien.

Den Angeklagten drohen theoretisch bis zu fünf Jahren Haft und eine Geldstrafe von 75.000 Euro. Bislang wurden nach ähnlichen Aktionen meist Bewährungsstrafen verhängt. Wann das Urteil fällt, steht noch nicht fest. Zum Prozess waren am Dienstag rund 150 Sympathisanten aus der Großregion angereist und haben friedlich vor dem Rathaus gegen Atomkraft demonstriert.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.02.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja