Eine goldfarbene Justitia-Figur steht vor Aktenmappen (Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Therapeut nicht verhandlungsfähig vor Gericht

  18.09.2020 | 20:55 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat den Prozess gegen einen Psychotherapeuten wegen sexuellen Kindesmissbrauchs am Freitag erneut unterbrochen. Zwar war der Angeklagte diesmal anwesend, sein Verteidiger hielt ihn jedoch für nicht verhandlungsfähig.

Nun soll ein Arzt entscheiden, ob der Angeklagte verhandlungsfähig ist. Dem Mann wird vorgeworfen, sich zwischen 2004 und 2006 bei einer Langzeit-Psychotherapie in seiner Praxis und in seiner Wohnung an einem Jungen vergangen zu haben.

Festnahme in Klinik

Zum Beginn des Prozesses vor dem Landgericht Saarbrücken war der 74-Jährige am Montag nicht erschienen. Das Gericht verkündete daraufhin einen Haftbefehl gegen den Mann. Am Donnerstag war der Angeklagte schließlich in einer Privatklinik in Bayern verhaftet worden.

Am Freitag nächster Termin

Laut Vorsitzendem Richter hat der 74-Jährige nun Haftbeschwerde eingelegt und sämtliche Kammermitglieder mit Befangenheitsgesuchen abgelehnt. Der aktuelle Prozess vor der Großen Jugendkammer II soll am kommenden Freitag fortgesetzt werden.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR Fernsehen vom 18.09.2020 berichtet.

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