Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Prozessauftakt gegen Pflegerin

Gabor Fillipp   04.05.2022 | 13:29 Uhr

Am Mittwoch hat vor dem Landgericht ein Prozess gegen eine Pflegerin begonnen. Sie soll eine Patientin durch Unterlassen getötet zu haben, indem sie die Verbindung zum Beatmungsgerät nicht wiederhergestellt haben soll. Die Pflegerin gibt an, aufgrund von Alkohol- und Medikamenteneinfluss, keine klaren Erinnerungen zu haben.

Vor dem Landgericht Saarbrücken hat am Mittwoch der Prozess gegen eine Frau begonnen, die 2019 als häusliche Intensivpflegerin eine Patientin durch Unterlassen getötet haben soll. Der 54-Jährigen wird vorgeworfen, nach dem Wechsel der Absaugvorrichtung, die Verbindung zwischen Beatmungsgerät und Patientin trotz eines lauten Alarmtons nicht wiederhergestellt zu haben.

Angeklagte mehrfach stationär in Therapie

Die 65 Jahre alte, chronisch kranke Frau war fast eine Viertelstunde lang ohne Sauerstoff und verstarb einige Tage später im Krankenhaus. Die Angeklagte erklärte wegen Alkohol- und Medikamenteneinfluss keine klare Erinnerung zu haben.

Als Süchtige war sie schon mehrfach stationär in Therapie. Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt kommt laut Gericht auch jetzt in Betracht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.05.2022 berichtet.

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