Ein Richterhammer und ein Strafgesetzbuch (Foto: dpa/picture alliance)

Versuchter Totschlag unter Obdachlosen

  30.09.2019 | 20:34 Uhr

Am Landgericht Saarbrücken hat am Montag ein Strafprozess um den versuchten Totschlag unter zwei Wohnungslosen begonnen. Angeklagt ist ein 37-Jähriger, der einen 40-Jährigen im April schwer verletzt auf die Straße unter der Saarbrücker Westspange gelegt haben soll.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hatte der Angreifer den Tod seines mutmaßlichen Opfers billigend in Kauf genommen. Nach einer Schlägerei habe der 37-jährige Pole den 40-jährigen Ungarn auf die Fahrbahn geschleift und dort liegen lassen. Ein Autofahrer konnte rechtzeitig halten, Rettungskräfte brachten den Mann mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus.

Beide Männer stark alkoholisiert

In unmittelbarer Nähe nahm die Polizei den Angeklagten an seiner Schlafstelle fest. Er ist ebenso obdachlos wie der Mann, den er zusammen geschlagen und auf die Straße gezerrt haben soll. Der Angeklagte räumte vorerst nur eine Auseinandersetzung ein, mehr nicht.

Klar ist bislang nur, dass beide Männer zum fraglichen Zeitpunkt alkoholisiert waren. An Einzelheiten kann sich der Ungar nicht erinnern, in dem Angeklagten erkannte er den Täter nicht wieder.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.09.2019 berichtet.

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