Frauen aus der Maria 2.0 Bewegung in der katholischen Kirche (Foto: picture alliance/Patrick Seeger/dp)

Frauen bringen Kirche in Bewegung

  18.05.2019 | 20:04 Uhr

Eine Woche lang haben ehrenamtliche Helferinnen in der katholischen Kirche ihre Mithilfe eingestellt. "Maria 2.0" heißt die in Münster gestartete Aktion für mehr Einfluss der Frauen in der Kirche. Zum Abschluss wurde am Samstag auch in Saarbrücken demonstriert.

"Die Frauen fordern, dass sie endlich mehr Verantwortung in der Kirche tragen dürfen und zu Weihämtern zugelassen werden", erklärt Jennifer Jost, Gemeindereferentin der Kirchengemeinde St. Eligius in Saarbrücken-Burbach. Der erste Schritt sei die Zulassung zur Diakonenweihe. "Ohne Frauen in der Gemeinde, könnten wir sie zu machen".

Demonstration auch in Saar

Auslöser für die Protestaktion "Maria 2.0" war unter anderem auch die Empörung über die Missbrauchsfälle in der Kirche. "Inzwischen gehen viele davon aus, dass eine der Hauptwurzeln diese patriarchalen und klerikalen Wurzeln sind", so Jost. Daher wird auch gefordert, dass es "kein Amt mehr geben darf für diejenigen, die einen Missbrauch begangen, die Menschen an Leib und Seele geschadet oder Missbrauch vertuscht haben", erklärt Jost.

In Saarbrücken wird es zum Abschluss von "Maria 2.0" heute eine Demonstration geben. Die Frauen versammeln sich um 17.30 Uhr vor der Europagalerie und ziehen dann vor die Basilika. Vor der Kirche halten sie danach einen Gottesdienst ab.

"Ohne Frauen in der Gemeinde, könnten wir sie zu machen"
Audio [SR 3, (c) SR, 18.05.2019, Länge: 03:48 Min.]
"Ohne Frauen in der Gemeinde, könnten wir sie zu machen"
Im Interview hat Jennifer Jost, Gemeindereferentin der Kirchengemeinde St. Eligius in Saarbrücken-Burbach, die Notwendigkeit für Maria 2.0 erklärt.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Sendung "Guten Morgen" vom 18.05.2019 berichtet.

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