Sprechzimmer in einer Arztpraxis (Foto: Monika Skolimowska / dpa Bildfunk)

Hilfsprojekt für Krebspatienten wird verlängert

Steffani Balle   04.04.2020 | 14:47 Uhr

Das Projekt "PIKKO", das Krebspatienten im Saarland unterstützt, soll verlängert werden. Von September 2020 bis zum Frühjahr 2021 übernehmen die beteiligten Krankenkassen und das Gesundheitsministerium die Kosten des Projekts.

"PIKKO" wurde gegründet, um die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern. Durch umfassende Informations- und Beratungsangebote sollen Krebs-Patienten in die Lage kommen, selbstbestimmt über ihre Therapie zu entscheiden. Dabei unterstützen sogenannte "Onkolotsen" die Krebspatienten. Das Projekt ist vom Innovationsfonds der Bundesregierung mit 3,6 Millionen Euro gefördert worden.

Kosten werden weiterhin übernommen

Projekt "PIKKO" wird verlängert
Audio [SR 3, Steffani Balle, 04.04.2020, Länge: 01:02 Min.]
Projekt "PIKKO" wird verlängert

Eigentlich läuft "PIKKO" nur noch bis September. Dann folgt die Evaluierung des Projekts. Erst im Frühjahr kommenden Jahres ist eine Überführung des Programms in eine allgemein zugängliche Kassenleistung möglich. Weil sich aber alle Projektpartner sicher sind, dass es so kommen wird, übernehmen IKK Südwest, Techniker Krankenkasse, Knappschaft, die AOK Rheinland-Pfalz-Saarland sowie das saarländische Gesundheitsministerium bis dahin die im Rahmen des Projekts anfallenden Kosten.

Krebsgesellschaft begrüßt Entscheidung

Die Rückmeldungen aller Beteiligten seien durchweg positiv, so dass die Überleitung zur Regelleistung sehr wahrscheinlich sei, freut sich IKK-Vorstand Jörg Loth.

Die Saarländische Krebsgesellschaft ist froh, dass es jetzt keine Versorgungslücke gebe, auch nicht während der Corona-Krise. Vor allem die psycho-onkologische Beratung und die Unterstützung durch Onkolotsen habe vielen Patientinnen und betroffenen Familien durch die schwere Zeit der Krebs-Erkrankung geholfen, so die Geschäftsführerin Sabine Rubai.

Zwischenbilanz nach einem Jahr "PIKKO"
Onkolotsen helfen Krebspatienten

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 04.04.2020 berichtet.

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