Covid-19-Blutentnahmeröhrchen auf Biogefährdungsschild und Abstrich-Stäbchen (Foto: picture alliance/Chromeorange/Christian Ohde)

Neunkirchen fehlt Personal zur Corona-Kontaktverfolgung

mit Informationen von Steffani Balle   02.10.2020 | 10:06 Uhr

Im Kreis Neunkirchen steht deutlich weniger Personal zur Kontaktnachverfolgung bei positiven Coronafällen zur Verfügung als vorgegeben. Eventuell soll darum wie im Regionalverband Saarbrücken die Bundeswehr um Unterstützung gebeten werden.

Derzeit kümmern sich zwischen acht und zwölf Mitarbeiter des Gesundheitsamts Neunkirchen um die Kontaktnachverfolgung bei Coronafällen. Das sind deutlich weniger, als Bund und Länder vereinbart hatten. Demnach müssten es für die rund 133.000 Einwohner mindestens 32 Beschäftigte sein.

Fortbildung für Mitarbeiter

Wegen personeller Engpässe könne man die Zielvorgabe derzeit nicht umsetzen, teilte der Landkreis auf SR-Anfrage mit. Weil das dem Regionalverband Saarbrücken auch so ging, helfen dort Soldaten der Bundeswehr bei der Aufgabe. Auch in Neunkirchen wurden inzwischen Gespräche mit der Bundeswehr sowie mit ehrenamtlichen Hilfskräften geführt.

Die übrigen Landkreise im Saarland teilten mit, sie hätten durch Fortbildung von Verwaltungsangestellten sichergestellt, dass im Bedarfsfall genügend Personal für die Kontaktnachverfolgung bereitstehe.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.10.2020 berichtet.

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