Preisverleihung (Foto: SR)

Filme auf Bundesfestival in St. Ingbert ausgezeichnet

Mit Informationen von Christian Ignatzi   09.08.2021 | 11:44 Uhr

Das Bundesfestival Junger Film in St. Ingbert ist mit der Preisverleihung am Sonntag zu Ende gegangen. Der Preis für den besten Film ging an "Liebe, Pflicht und Hoffnung" von Regisseur Maximilian Conway und "Matadoras" von Regisseurin Sophia Mocorrea.

"Liebe, Pflicht und Hoffnung" ist eine zeitgemäße Filmadaption des Theaterstücks "Glaube, Liebe, Hoffnung" von Ödön von Horvath. Der Film erzählt die Geschichte einer gescheiterten Jazz-Sängerin, die eine Affäre mit ihrem Gerichtsvollzieher eingeht.

Mit "Matadoras" von Regisseurin Sophia Mocorrea wurde zudem nachträglich ein weiterer Beitrag als bester Film ausgezeichnet. Er ist ein Coming-of-Age-Film mit besonderem Blick auf sinnliche Weiblichkeit. In alltäglichen und teils komischen Situationen verhandelt der Film das Leben der jungen Protagonistin im Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen, vorgelebten Geschlechterrollen und dem Entdecken ihres eigenen Körpers.

Innovationspreis des SR an Tanzfilm

Den Innovationspreis, der vom Saarländischen Rundfunk gestiftet wird (1000 Euro Preisgeld), bekam der Film "Salidas" von Regisseur Michael Fetter Nathansky. "Salidas" (spanisch: Aufbrüche) ist ein fiktiver Tanzfilm, der die Geschichte der Bestatterin Giralda erzählt, die Verstorbene ins Jenseits befördert.

Den Publikumspreis erhielt der Film "Ein Ozean" von Regisseur Paul Scheufler. Insgesamt gingen 14 Preise im Gesamtwert von 16.000 Euro an junge Filmschaffende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Ausgezeichnet wurden auch:

  • Regisseurin Natascha Zink für "GRRRL" (Preis für gesellschaftlich relevanten Film)

  • "DeAD" von Regisseur Guram Geguchadze (Nachwuchsjury-Preis)

  • Regisseurin Marleen Valien und Autor Mathis van den Berg für "Ein kleiner Schnitt" (Preis für eine besondere Regieleistung)

  • Schauspielerin Barbara Colceriu für ihre Hauptrolle in "Liebe, Pflicht & Hoffnung" (Preis für eine besondere schauspielerische Leistung)

  • "Undenkbar" von Regisseurin Katharina Schacke (Nachhaltigkeitspreis)

  • "Green" von Regisseur Dominik Galleya (Musikvideopreis)

  • das Drehbuchkonzept "Eine Krankheit wie ein Gedicht" von Regisseurin Jelena Ilic (Stoffentwicklungspreis)

  • das Team um den Regisseur Simon Schares für den Film "Die Verwaltung des Internets" (Trashfilmpreis)

77 Filme aus rund 500 Bewerbungen

Das Bundesfestival Junger Film gibt es seit 2018. Inzwischen ist es das größte Kurzfilmfestival für den deutschsprachigen Nachwuchs.

An drei Festivaltagen haben die Veranstalter 77 Filme auf die Leinwand gebracht, die zuvor aus rund 500 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.08.2021 berichtet.

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