Der 39-jährige Hauptangeklagte kommt in den Verhandlungssaal des Landgerichts Kaiserslautern (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Uwe Anspach)

Kusel-Prozess: Jäger hatte 39-Jährigen schnell in Verdacht

  14.07.2022 | 15:28 Uhr

Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an zwei Polizisten bei Kusel haben am Donnerstag mehrere Jäger ausgesagt. Einer von ihnen hatte den 39-jährigen Hauptangeklagten bereits kurz nach den tödlichen Schüssen als mutmaßlichen Täter in Verdacht gehabt.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei aus dem Saarland stammende Polizisten nahe Kusel stand der 39 Jahre alte Hauptangeklagte Andreas S. bei einigen saarländischen Jägern schnell als mutmaßlicher Täter in Verdacht. Ein 36-jähriger Jäger berichtete am Donnerstag vor dem Landgericht Kaiserslautern, er habe nach dem Austausch mit Bekannten am Morgen nach der Tat vom 31. Januar gegen 9.00 Uhr die Polizei angerufen und gesagt, dass es S. gewesen sein könnte.

Jäger wollten Kontakt zur Polizei aufnehmen

Von der Tat hätten sie zuvor aus den Nachrichten gehört, so der 36-Jährige weiter. „Es war uns bekannt, dass er wildert.“ Viele hätten Angst vor S. gehabt, denn bei einer Jagd im Herbst 2021 habe er vor anderen gesagt, er würde sich den Weg freischießen, wenn sich ihm jemand in den Weg stellen würde. Ähnliche Äußerungen waren schon vorher im Prozess bekannt geworden.

Video [aktueller bericht, 14.07.2022, Länge: 2:18 Min.]
Kusel-Prozess: Jäger hatte 39-Jährigen schnell in Verdacht

Andreas S. habe damit Furcht verbreitet, so der 36-jährige Zeuge. Ende 2021 habe man seitens der Jäger schon Kontakt mit der Polizei aufnehmen wollen, aber der zuständige Beamte sei krank gewesen. Der Verdacht, dass der 39-Jährige saarlandweit bis in die angrenzende Pfalz wilderte, habe sich zuvor erhärtet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.07.2022 berichtet.

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