Fahrzeug der vermeintlichen Täter nach Tötung zweier Polizisten im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

19 Waffen bei Tatverdächtigen von Kusel sichergestellt

  08.02.2022 | 13:24 Uhr

Ermittler haben nach dem mutmaßlichen Doppelmord an zwei Polizisten bei Kusel insgesamt 19 Waffen bei den beiden Tatverdächtigen beschlagnahmt. Beide Männer wurden auch auf Schmauchspuren getestet. Ergebnisse liegen allerdings noch nicht vor.

In dem Anwesen in Sulzbach, in dem die beiden mutmaßlichen Polizistenmörder vor einer Woche festgenommen worden waren, hatten die Ermittler eine doppelläufige Schrotflinte sowie ein Winchester Bergara 308 Jagdgewehr sichergestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Dienstag mit.

Zudem fanden die Ermittler in der Wohnung des 38-Jährigen in Spiesen-Elversberg fünf Kurzwaffen, zehn Langwaffen, eine Armbrust und ein Repetiergewehr. Einen gültigen Jagdschein hatte der 38-Jährige nicht mehr, wie am Montag der Landkreistag bestätigte. Derzeit werde ermittelt, wem die Waffen gehören.

Zeuge hatte Tatverdächtige in Tatnacht abgeschleppt

Weitere Tatverdächtige gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht - auch wenn es im Zuge der bisherigen Ermittlungen mehrfach Durchsuchungen bei Zeugen gegeben habe. Zunächst sei es hier um Fahndungsmaßnahmen gegangen, später darum, Beweismittel zu sichern.

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, hatte sich am Tattag auch ein Zeuge über seine Rechtsanwältin bei der Polizei gemeldet. Er gab an, dass einer der Tatverdächtigen ihn angerufen hatte, um dessen Auto abzuschleppen. Der Abschlepport habe sich wenige Kilometer vom Tatort befunden.

An dem betroffenen Fahrzeug, das direkt sichergestellt wurde, hatten die Ermittler Einschusslöcher festgestellt. Diese werden nun noch genauer untersucht.

Verdächtige auf Schmauchspuren untersucht

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen die beiden 38 und 32 Jahre alten Tatverdächtigen wegen gemeinschaftlichen Mordes. Sie sollen eine junge Polizeianwärterin und ihren Kollegen bei einer Polizeikontrolle erschossen haben, um eine vorangegangene Wilderei zu verdecken.

Der 32-Jährige hat eingeräumt, am Tatort gewesen zu sein, bestreitet aber, an den mutmaßlichen Morden beteiligt gewesen zu sein. Laut Staatsanwaltschaft wurden bei beiden Verdächtigen Blutproben genommen. Zudem wurden sie auf Schmauchspuren untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen allerdings noch nicht vor.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.02.2022 berichtet.

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