Polizeiwagen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Polizei schnappt gesuchten Mann mit Säugling

  11.09.2019 | 12:00 Uhr

Bei einer Kontrolle eines Reisebusses in Saarbrücken hat die Bundespolizei am Dienstag einen 29-Jährigen festgenommen, der von mehreren Behörden gesucht wird. Er war ohne Reisedokumente mit einem Säugling unterwegs und konnte die Vaterschaft nicht nachweisen.

Der Mann behauptete laut Polizei, dass er der Vater des Kindes sei. Nachweise dafür hat er nach Polizeiangaben allerdings nicht, da er weder eine Geburtsurkunde des Kindes, noch einen Ausweis oder andere Dokumente mit sich führte. Die Mutter des Kindes soll sich angeblich in Bulgarien aufhalten.

Wegen des Verdachts der Kindesentziehung nahmen die Beamten den 29-Jährigen mit zur Dienststelle. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorliegt.

Von der Ausländerbehörde Duisburg wird er ebenfalls zur Ausweisung beziehungsweise Abschiebung gesucht. Zwei weitere Fahndungsbescheide der Staatsanwaltschaft Duisburg und eine der bulgarischen Behörde liegen vor.

Kind vorläufig in Pflegefamilie

Auch der elf Monate alte Säugling werde gesucht. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Familie zuletzt in Duisburg gewohnt hatte, die Wohnanschrift mittlerweile aber abgemeldet ist.

Das Kind ist nach Rücksprache mit dem Jugendamt Saarbrücken vorläufig in einer Pflegefamilie untergebracht. Der 29-Jährige wurde für 50 Tage in die Justizvollzugsanstalt in Ottweiler eingeliefert.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 11.09.2019 berichtet.