Whatsapp, Symbolbild (Foto: Imago/Lobeca/Felix Schlikis)

Polizei warnt vor WhatsApp-Enkeltrick

  15.03.2022 | 12:27 Uhr

Im Saarland häuft sich laut der Polizei eine Betrugsmasche über WhatsApp, die mit dem sogenannten Enkeltrick vergleichbar ist. Am Montag erbeuteten Betrüger auf diese Weise 1000 Euro von einer 60-Jährigen aus Blieskastel.

Derzeit gehen bei der saarländischen Polizei vermehrt Anzeigen über Betrugsdelikte mit dem Messengerdienst WhatsApp ein. Die Vorgehensweise ähnele dem sogenannten Enkeltrick, teilte die Polizei mit. Dabei erhalten die potentiellen Opfer per WhatsApp eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.

Enkeltrick digital: Mehr Senioren werden Opfer
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 29.04.2022, Länge: 03:47 Min.]
Enkeltrick digital: Mehr Senioren werden Opfer

Druck durch mehrere Nachrichten

Die Kriminellen geben sich beispielsweise als Tochter oder Enkel aus und versuchen ihre Opfer durch Vorspielen eines finanziellen Engpasses oder einer Notlage von einer Überweisung zu überzeugen. Die Betrüger sind dabei zum Teil hartnäckig und setzen die Opfer mit mehreren Nachrichten unter Druck.

Misstrauisch sein gegenüber Unbekannten

Die Polizei rät dazu, vorsichtig zu sein mit der Veröffentlichung persönlicher Daten im Internet wie zum Beispiel der Handynummer. Zudem sollte man misstrauisch sein, wenn sich Unbekannte per WhatsApp als Verwandte ausgeben. Um sicherzugehen, ist es ratsam, die entsprechenden verwandte Person unter dessen bekannter Nummer anzurufen.

WhatsApp-Einstellungen bearbeiten

Außerdem rät die Polizei, in den WhatsApp-Einstellungen auszuwählen, wer das eigene Profilbild sehen darf. Das Bild könne den Tätern nämlich Hinweise über das Alter liefern. Dadurch erfahren die Täter, ob sie ihre potenziellen Opfer als "Oma" oder "Opa" anschreiben müssen.

Anzeige erstatten

Sollten dennoch Überweisungen bereits veranlasst worden sein, sollten Betrugsopfer unverzüglich das entsprechende Geldinstitut kontaktieren, um die Zahlungen rückgängig zu machen. Der Chatverlauf mit den Betrügern sollte zudem gespeichert und im Anschluss eine Anzeige bei der Polizei gemacht werden.

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