Löscharbeiten der Feuerwehr nach einem Pkw-Brand zwischen Hassel und Niederwürzbach (Foto: Florian Jung - Feuerwehr St. Ingbert)

Pkw-Brand: Ärger über Falschmeldung bei Facebook

  28.12.2018 | 09:36 Uhr

An der Landstraße zwischen Hassel und Niederwürzbach ist am Donnerstagmorgen ein Pkw komplett ausgebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Für Ärger bei den Einsatzkräften sorgt unterdessen ein Facebook-Video des Brandes mit falschen Unterstellungen.

Als die Einsatzkräfte um kurz nach 21.00 Uhr an der Einmündung zum Triebscheider Hof eintrafen, stand der Pkw bereits voll in Flammen. Das nach einem Unfall beschädigte Fahrzeug war seit mehreren Tagen dort abgestellt. Die Polizei geht davon aus, dass ein bislang unbekannter Täter es absichtlich in Brand gesteckt hat.

Kein Verkehrsunfall, keine Personen in Gefahr

Auto-Brand in St. Ingbert: Ärger um Fake-News
Audio [SR 1, Marc Weyrich, 28.12.2018, Länge: 02:30 Min.]
Auto-Brand in St. Ingbert: Ärger um Fake-News

Noch während der Löscharbeiten postete ein Nutzer mehrere Videos davon bei Facebook und behauptete, die Feuerwehr bekomme den Brand nicht in den Griff. "Ich bete für alle Insassen aller beteiligten Fahrzeuge des schweren Autounfalls", heißt es unter einem der Videos weiter.

Die St. Ingberter Feuerwehr wehrt sich gegen die Falschbehauptungen: "Es handelte sich hierbei nicht um einen Verkehrsunfall und es befanden sich keine Personen in Gefahr", stellte Sprecher Florian Jung klar. Da das Fahrzeug beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand stand, sei es zunächst darum gegangen, ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Erst danach sei der eigentliche Fahrzeugbrand bekämpft worden. Ein Fahrzeugbrand sei aber komplex und nicht innerhalb von fünf Minuten gelöscht. Letztlich handele es sich aber um einen Routineeinsatz. "Die Feuerwehr hatte diesen Brand unter Kontrolle", betonte Jung.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 28.12.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen