Polizeiwagen (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Mutmaßlicher PKK-Funktionär gefasst

  04.01.2020 | 19:23 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag in Frankfurt ein mutmaßliches Mitglied der PKK festgenommen. Der Mann soll unter anderem im Saarland aktiv gewesen sein.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft nahmen Beamte der Bundespolizei den türkischen Staatsangehörigen am Donnerstag am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens fest. Gegen ihn lag seit dem 27. November 2019 ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vor. Der Mann ist laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, Mitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu sein. Die PKK ist in Deutschland verboten und gilt als Terrororganisation.  

Koordinierung der „PKK-Region Saarland“

Der Mann soll zwischen April 2018 und Juni 2019 als hauptamtlicher Kader der PKK tätig gewesen sein und mehrere Gebieten und Regionen verantwortet haben. Dazu gehörte laut Bundesanwaltschaft auch die „PKK-Region Saarland“ mit den Gebieten „Darmstadt“, „Mannheim“ und „Saarbrücken“. Des Weiteren werden das „PKK-Gebiet Frankfurt“ und die „PKK-Region Hessen“ mit den Gebieten „Frankfurt“, „Mainz“ und „Gießen“ genannt.

Der Verdächtige soll den ihm unterstellten „Gebietsverantwortlichen“, Kadern und Aktivisten Anweisungen erteilt und deren Ausführung kontrolliert haben. Außerdem soll er bei Propagandaveranstaltungen und Versammlungen mitgewirkt und die Sammlung von „Spendengeldern“ für die PKK koordiniert haben. Er selbst war laut Bundesanwaltschaft gegenüber der Europaführung der PKK berichtspflichtig und musste deren Anweisungen befolgen.

Der Beschuldigte wurde am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes vorgeführt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Mit den Ermittlungen war das Bundeskriminalamt betraut.

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