Ein einzelner Röhrenpilz steht auf einer bemoosten Lichtung (Foto: pixabay/imagii)

Pilzexperten befürchten schlechte Saison

dpa   11.09.2018 | 07:40 Uhr

Bei der Suche nach Röhrlingen schauen viele in die Röhre: Im trockenen Wald fehlen die Pilze. Sammler hoffen auf länger andauernden Regen. Doch der ist weiterhin kaum in Sicht. Fällt die Pilzsaison aus?

Die ungewöhnlich lange Trockenheit lässt Pilzexperten eine schlechte Saison für Sammler in Rheinland-Pfalz und im Saarland befürchten. Der Pilzsachverständige Armin Groß aus Marpingen musste nach eigenen Worten schon Pilzexkursionen absagen, weil es zu wenig zu sehen gab. Ähnlich erging es seiner Kollegin Herta Hahn im pfälzischen Hochspeyer: "Der Wald ist immer noch leer. Vielleicht fällt die Pilzsaison aus, wenn es nicht mehr regnet."

Kaum Regen vorausgesagt

Video [aktueller bericht, 06.09.2018, Länge: 3:09 Min.]
Start der Pilzsaison

Pilze benötigen Feuchtigkeit für ihr Wachstum. Der Deutsche Wetterdienst sagt aber auch für die kommenden Tage wenig Regen voraus. Generell sei der Waldboden so ausgetrocknet, dass ein leichter Regen noch nicht viel ändere, sagt der Koblenzer Pilzsachverständige Helmut Kolar. Allerdings: "Es kommt bei Pilzen immer sehr auf das Gebiet an."

Der Marpinger Experte Groß sagte mit Blick auf den Klimawandel: "Vor zehn oder 15 Jahren noch war immer von Mitte September bis Ende Oktober Pilzzeit. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, das hat sich gestreckt." Inzwischen gebe es in regenreichen Sommern oft schon im August viele Pilze. Andererseits hätten die Experten in trockenen Jahren auch noch im November manche Arten gesichtet.

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 11.09.2018 berichtet.

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