Mehrere leere Krankenhausbetten stehen auf dem Flur (Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa)

SHG-Pfleger in Hessen nicht auffällig

  06.09.2019 | 18:32 Uhr

Im Fall des unter Mordverdacht stehenden Krankenpflegers aus dem Saarland haben sich Befürchtungen, dass es auch bei früheren Arbeitgebern ähnlich gelagerte Fälle gibt, bislang nicht bestätigt. Sowohl im Klinikum Frankfurt-Höchst als auch im Josephshospital in Wiesbaden seien keine Auffälligkeiten bekannt geworden, berichtet der Hessische Rundfunk.

Beide Krankenhäuser bestätigten dem HR, dass der Pfleger dort 2014 zeitweise beschäftigt war. Das Klinikum Frankfurt-Höchst sei bereits 2016 über die Ermittlungen informiert worden. Es seien bislang aber keine Auffälligkeiten entdeckt worden. Dem 27-Jährigen war noch während der Probezeit aufgrund "erheblicher Ausfallzeiten" gekündigt worden. Ähnlich äußerte sich auch das Josephshospital. Derzeit untersucht auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft den Fall.

Der 27-jährige Krankenpfleger steht unter Verdacht, zwischen März 2015 und März 2016 in der SHG-Klinik Völklingen fünf Menschen getötet zu haben. Zudem laufen Ermittlungen wegen zweifachen versuchten Mordes. Der 27-Jährige soll Patienten nicht verordnete Notfallmedikamente gegeben haben, um sie in Lebensgefahr zu bringen. Anschließend habe er versucht, sie zu reanimieren. Der Pfleger leidet möglicherweise an einer Persönlichkeitsstörung.

27-Jähriger schweigt zu Vorwürfen

Der 27-Jährige schweigt vorerst zu den Vorwürfen. Sein Verteidiger sagte dem SR, er habe noch keine Akteneinsicht gehabt und kenne die Vorwürfe nur aus der Presse. Der ehemalige Krankenpfleger verbüßt derzeit eine Haftstrafe wegen Betruges.

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