Ein Pavian im Zoo Neunkirchen (Foto: SR Fernsehen)

Ermittlungsverfahren wegen Pavianhaltung

  08.09.2018 | 14:39 Uhr

Derzeit laufen gegen den Geschäftsführer des Neunkircher Zoos, Norbert Fritsch, zwei Ermittlungsverfahren. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, geht es um den Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatte es Diskussionen um die Haltung der Tiere gegeben.

Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linken-Landtagsfraktion dürften im Neunkircher Zoo nur rund acht Paviane gehalten werden, da das Innengehege nur 50 Quadratmeter groß ist. Derzeit werden im Neunkircher Zoo allerdings rund 100 Tiere gehalten.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Mario Krah, teilte der Zeitung mit, dass zwei Ermittlungsverfahren liefen, von denen zumindest eines die Pavianhaltung beträfe. Demnach lägen den Verfahren die Anzeige einer Diplompädagogin und Tierschutzlehrerin aus Bayern und die eines Tierschutzvereins zugrunde.

Linke fordern artgerechte Haltung

Die Linke fordert die Landesregierung zum Handeln auf. Sie solle mit der Stadt Neunkirchen kooperieren und für den Neubau eines artgerechten Geheges sorgen. "Es muss jetzt schnellstens eine Lösung her, damit die Tiere möglichst artgerecht gehalten werden können und die Quälerei ein Ende hat", so Ralf Georgie. Vor allem sei die Stadt Neunkirchen als Träger des Zoos gefragt, aber auch das Land müsse unterstützend eingreifen, damit schnellstmöglich mit dem Umbau begonnen werden könne.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 08.09.2018 berichtet.

Artikel mit anderen teilen