Eine Gewebeprobe wird in einer Pathologie archiviert.  (Foto: dpa)

Krankenhausgesellschaft warnt vor Fällen in Hessen

Thomas Gerber   12.09.2019 | 12:38 Uhr

Der Skandal um mutmaßliche Fehldiagnosen eines Pathologen aus St. Ingbert weitet sich aus: Möglicherweise gibt es auch in Hessen Fälle.

Der Skandal um den 60-Jährigen, der mutmaßlich über Jahre falsche Krebsdiagnosen gestellt hat, weitet sich offenbar aus: Die Hessische Krankenhausgesellschaft warnt jetzt vor Fehldiagnosen, berichtet der Hessische Rundfunk. Aktuell sei zwar noch unklar, ob der Pathologe tatsächlich auch Gewebeproben aus Hessen untersucht hat. Dennoch seien Ärzte dazu angehalten vor Operationen zu prüfen, ob die Diagnose auf den St. Ingberter Pathologen zurückzuführen sei.

Erst am Montag war bekannt geworden, dass das St. Ingberter Institut möglicherweise jahrelang Fehldiagnosen herausgegeben hat, die unnötige Krebsoperationen zur Folge hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung in 26 Fällen. Das Landespräsidium hat eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.09.2019 berichtet.

Vorläufiges Berufsverbot für saarländischen Arzt
Viele Fehldiagnosen bei Krebsuntersuchung
Ein Pathologe aus dem Saarpfalz-Kreis hat möglicherweise über Jahre Falschdiagnosen gestellt. In Folge dessen soll es zu mehreren überflüssigen Krebsoperationen gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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