Symboldbild: Petrischalen und Reagenzröhrchen mit Gewebeproben (Foto: picture alliance / Markus Scholz/dpa)

St. Ingberter Pathologe offenbar schon 2012 auffällig

Barbara Spitzer   02.02.2021 | 18:33 Uhr

Im Skandal um den St. Ingberter Pathologen lagen offenbar viel früher als bisher bekannt Hinweise auf mögliche Fehldiagnosen vor. Eine Ärztin der Uniklinik soll schon im Jahr 2012 Alarm geschlagen haben, also sieben Jahre vor Auffliegen des Skandals.

Bei der Ärztekammer gab es in der Folge offenbar ein Schlichtungsverfahren, weil sich der Pathologe über die Ärztin der Hautklinik wegen angeblich unkollegialen Verhaltens beschwert habe. Details wollte die Kammer auf SR-Anfrage nicht mitteilen.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen klar gestellt, dass sie – anders als berichtet - erst 2019 von dem Verdacht auf Fehldiagnosen erfahren habe, nach der Anzeige durch die Chefärztin der Pathologie des Winterbergklinikum. Der Pathologe wurde 2020 wegen Betrugs und Bestechung verurteilt, inzwischen wurde gegen ihn Anklage wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung durch Fehldiagnosen infolge seiner Suchterkrankung erhoben.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 02.02.2021.       

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