Eine Friseurin schneidet einer Kundin die Haare. Beide Tragen Mundschutzmasken. (Foto: Imago/Westend63)

2G-Plus-Regelung bei Friseuren bleibt

  22.02.2022 | 11:51 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat den Eilantrag eines Saarbrücker Friseurs gegen die noch geltende 2G-Plus-Regelung zurückgewiesen. Da ab 4. März ohnehin wieder 3G gelte, seien die Einschränkungen für diesen kurzen Zeitraum noch zumutbar, heißt es in der Begründung des Gerichts.

Der Inhaber eines Friseurgeschäfts in der Saarbrücker Innenstadt hatte beim Oberverwaltungsgericht im Eilverfahren Klage gegen die bestehende 2G-Plus-Regelung im Friseurhandwerk eingereicht. Er sehe in der aktuellen Landesverordnung einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot, da die 2G-Plus-Regelung zum Beispiel nicht den für den Einzelhandel oder Handwerksbetriebe gelte. Damit einher gingen zudem erhebliche Umsatz- und Kundenverluste.

Pandemie-Eindämmung im Fokus

Das OVG hat diesen Eilantrag nun abgelehnt. Zwar sehe man die Erfolgsaussichten eines Normenkontrollverfahrens mit Blick auf den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz als offen an. Aber die Interessen des Antragstellers müssten „hinter den schwerwiegenden öffentlichen und privaten Interessen an einer Eindämmung des Infektionsgeschehens und der Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitssystems zurückzutreten“, heißt es in der Begründung des Gerichts.

2G-Plus noch bis 4. März

Das Gericht machte deutlich, dass die 2G-Plus-Regelung lediglich bis zum 4. März Bestand habe und dann in eine 3G-Regelung übergehe. „Für diesen beschränkten Zeitraum sei dem Antragsteller die Einschränkung seiner unternehmerischen Freiheit noch zumutbar“, heißt es weiter.

Aktuelle Corona-Regeln

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.02.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja