Ein Wissenschaftler untersucht eine Probe (Foto: SR/Sebastian Knöbber)

Erster Omikron-Nachweis im Saarland ohne bekannten Ansteckungsort

  23.12.2021 | 13:10 Uhr

Der Regionalverband Saarbrücken hat am Mittwoch den dritten bestätigten Omikron-Fall gemeldet. Anders als in den ersten beiden Fällen und drei Fällen im Saarpfalz-Kreis handelt es sich aber nicht um einen Reiserückkehrer. Das deutet darauf hin, dass es auch unentdeckte Fälle mit der neuen Variante im Saarland gibt.

Erstmals ist im Saarland die Omikron-Variante bei einer Person nachgewiesen worden, die zuvor nicht im Ausland unterwegs war. In den ersten beiden Fällen im Regionalverband war diese neue Variante des Corona-Virus bei zwei Reiserückkehrern aus Südafrika festgestellt worden.

Zwei Kontaktpersonen in Quarantäne

Im aktuellen Fall handele es sich allerdings nicht um einen Reiserückkehrer, teilte der Regionalverband mit. Die Person sei etwa Mitte 30 und vor zwei Tagen wegen Krankheitssymptomen getestet worden.

Wo die Ansteckung stattfand, habe nicht ermittelt werden können. Nach derzeitigem Stand gebe es im ansteckungsrelevanten Zeitraum zwei enge Kontaktpersonen, die nun in Quarantäne sind.

Weitere unentdeckte Fälle denkbar

Dass der Infektionsort unbekannt ist, deutet darauf hin, dass es weitere unentdeckte Omikron-Fälle im Saarland gibt. Davon geht auch der Regionalverband aus. Bereits am Dienstag schloss der Homburger Virologe Jürgen Rissland angesichts der hohen Verbreitungsrate in den europäischen Nachbarländern nicht aus, dass das Virus auch hier bereits in Umlauf ist.

Drei Fälle bei Reiserückkehrern im Saarpfalz-Kreis

Darüber hinaus gibt es auch im Saarpfalz-Kreis drei neue Fälle mit der Omikron-Variante, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Hier fand die Ansteckung aber mit hoher Wahrscheinlichkeit im Ausland statt. Zwei Personen waren aus Frankreich zurück ins Saarland gekehrt, eine dritte Person aus Spanien. Alle drei zeigten bislang nur leichte Symptome.

Die Kontaktpersonen seien alle ermittelt und in Quarantäne - unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenstatus. Bei der Omikron-Variante gelte eine mindestens 14-tägige Quarantänepflicht, ein Freitesten sei nicht möglich.

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